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Ideen und Anregungen für den Deutschunterricht

Thema: Literatur - Projekt - Beispiele

Beispiele, die zeigen, wie unterschiedlich Schülerinnen und Schüler an ein Thema herangehen. Die Beispiele sind aus den Klassen 5 / 6 / 7, die zeigen, dass auch untere Klassen sehr kreativ schreiben.

Hier zum Thema: Farben

 

 

Mein schöner Farbkasten

du bist für mich perfekt
dein unendliches Blau wie der wolkenlose Himmel
dein feuriges Rot wie hemmungslose Leidenschaft
dein durchsichtiges Gelb wie leuchtender Sommerregen
dein frisches Grün wie Tau auf der grasgrünen Wiese
oh du schöner Farbkasten

ich freu mich auf dich
ich will mit dir malen
du bereicherst mein Leben

ich beneide den Pinsel, der in dir liegen kann
in deine zauberhaften Farben eintauchen kann
dein Erfinder ist göttlich
ich denke unendlich an dich
ach wäre doch immer
immer nur Kunst

Farbkasten

du blödes dreckiges Ding !
immer das gleiche !
will ich malen, klemmt der Verschluss!
blöde Klappe, geh endlich auf !
willst du wohl !
ich hasse diesen Farbkasten !

oh nein diese miesen Pinsel !
dreckig, verschmiert, klebrig und nass !
wie soll ich da malen ?
ich hasse diesen Farbkasten !

willst du wohl halten Farbe !
so eine Scheiße !
jetzt geht’s nicht mehr ab !
hässlich bescheuert beschmiert !
einfach zum Kotzen !
ich hasse diesen Farbkasten 

Farbkasten

Im Farbenland gefangen
Es war einmal ein Prinz, der suchte ver-zweifelt nach einer Prinzessin. Sie war in dem sogenannten Farbenland gefangen. Als er dann zu einer Wahrsagerin kam, die sah, dass ihm irgendetwas auf dem Herzen lag, fragte sie ihn, was mit ihm los sei. Er antwortete: „Ich bin auf der Suche nach dem Farbenland.“
„Farbenland?“„Ja, wissen Sie etwas da-rüber?“ „Ja, du musst in den Koboldwald, da findest du ein schwarzes Loch und wenn du da hinein springst, so kommst du an einen Tunnel, der führt direkt in das Farbenland.“
Der Prinz bedankte sich bei der Wahrsagerin und ritt direkt zum Kobold-wald. Dort fand er auch das große Loch. Er hatte zwar große Angst, in das Loch zu springen, weil er dachte, er müsste ster-ben. Aber da erinnerte er sich an die Prin-zessin und sprang hinein. Er kam tat-sächlich an den Tunnel. Er ging solange hindurch, bis er schließlich zum Farben-land kam.
Er hatte noch nie so viele Farben auf einmal gesehen. Die Tiere hatten Regen-bogen auf den Rücken. Er kam schließlich zu einem farbigen See. Mitten im See war ein Loch. Er versuchte vergeblich in das Loch hinunter zu tauchen. Da entdeckte er am Ufer einen merkwürdigen Baum. er trug komische Früchte in Form einer Gasflasche. Er nahm sich eine Frucht, und da kam auf einmal Luft heraus. Er lief wie-der zum Wasser und tauchte bis zum Loch. Da sog es ihn ein. Er fiel solange, bis er den Boden des Lochs erreichte. Da stand eine alte Hexe vor ihm und lachte.
Er stand auf und sagte: „Wo hast du die Prinzessin?“ „Du musst erst noch drei Aufgaben bestehen.“ Er fragte: „Was ist die erste?“ „Du musst mir eine von den Gasflaschenfrüchten geben!“ Nach 10 Minuten war der Prinz mit der Frucht wieder bei der Hexe. Sie sagte: „Hier ist die nächste Aufgabe. Du musst den Hai, der gerade über uns ist, töten und mir bringen.“ Nach 1 Stunde kam er mit einem zerfleischten Arm wieder, aber der Hai war besiegt. Die dritte Aufgabe war die schwerste. Er musste eine goldene Ameise finden. Eine ganze Nacht und einen ganzen Tag suchte er nach der Ameise. Er wollte schon aufgeben, da erschien ihm eine gute Fee, die vor ihm einen großen Kieselstein aufhob. Darunter lag tatsächlich eine goldene Ameise. Schließlich kam er mit ihr zur Hexe zurück. Die böse Zauberin sagte: „Du hast alle Aufgaben gelöst, deshalb lasse ich die Prinzessin frei.“
Sie ließ die schlafende Prinzessin holen, weckte sie auf und sie lebten lange vergnügt zusammen.

 

Das junge Mädchen

Es war einmal ein junges Mädchen, das im Wald Pilze suchte. Im Wald war ein sprechender Baum und dieser sprechende Baum erzählte dem jungen Mädchen jeden Tag eine Geschichte. Eines Tages kam ein Prinz in diesen Wald und sah das junge Mädchen und hörte sie singen. Sie sang so schön, dass er von da an jeden Tag an die gleiche Stelle kam, um sie singen zu hören.
   Es gab aber auch einen bösen Zauberer, der wollte das junge Mädchen heiraten und als der böse Zauberer erfuhr, dass der Prinz das junge Mädchen auch heiraten wollte, so entführte er das Mädchen und wollte Hochzeit mit ihr feiern
   Als der Prinz wieder einmal kam und das Mädchen nicht vorfand, fragte er den sprechenden Baum: „Wo ist das junge Mädchen?“ Der Baum antwortete: „Sie wurde vom bösen Zauberer entführt!“ Der Prinz ritt sofort zum Schloss des bösen Zauberers und rief: „Bring mir das junge Mädchen herunter!“ Der Zauberer zauberte den Prinzen sofort in den hohen Turm und sperrte ihn dort ein. Als der Prinz in dem hohen Turm gefangen saß, sah er auf einmal in dem Zimmer Farbe und einen Pinsel. Der Prinz dachte an das Mädchen und fing an es zu malen. Mit einem Pinselstrich war das Bild von dem jungen Mädchen fertig. Der Prinz strich vorsichtig mit der Hand über das Bild und bemerkte, dass er durch das Bild durchlangen konnte. Er nahm den Pinsel und schritt durch das Bild durch. Sofort stand er neben dem jungen Mädchen. Der mächtige Zauberer wollte den Prinzen gleich verzaubern, aber der Prinz male schnell mit dem Pinsel ein Loch unter den Zauberer. Der Zauberer fiel in das Loch und niemand weiß seit dem wo er ist, denn der Zauberer hörte nie auf zu fallen.
   Der Prinz heiratete das junge Mädchen und beide lebten froh bis an ihr Lebensende.

 

Farben

Farben sind überall anders. Sie haben alle eine eigen Bedeutung. Sie könne aber auch alte Erinnerungen wecken. In meiner Heimat sind die Farben anders als in Deutschland. Wenn ich dort mit meinem Fahrrad durch die Stadt fahre und die Häuser betrachte, sind sie eher grau oder weiß. Hier in Deutschland ist alles viel bunter. Wenn man dort durch eine Park fährt, sind die Bäume voller bunter Früchte, es ist schön, dort spazieren zu gehen oder sich auf eine Bank zu setzen. Die Farbe der Liebe kommt auf dich zu, die Farbe der Hoffnung und der Freiheit. Das Gras hat viele verschiedene Farben und ebenso der Himmel.

Beispiele, die zeigen, wie unterschiedlich Schülerinnen und Schüler an ein Thema herangehen. Die Beispiele sind aus den Klassen 5 / 6 / 7, die zeigen, dass auch untere Klassen sehr kreativ schreiben.

Hier zum Thema: Gummibärchen

Das hässliche, kleine Gummibärchen

In der Gummibärchenfabrik herrschte großes Treiben. Ein Kontainer mit Gelee war explodiert. In dem Moment der Explosion kam noch ein Gummibärchen aus der Maschine. Doch dieses Gummibärchen war anders als die anderen. Es war schwarz. Die anderen Gummibärchen lachten es aus und verspotteten es wegen seiner Farbe. Deswegen zog es allein in die Welt. Überall sah es Kinder, die Gummibärchen aßen. Es wollte kein Außenseiter sein und auch gegessen werden. Und wie es der Zufall so wollte, saßen eines Tages neben dem Gummibärchen zwei halb verhungerte Straßenkinder auf dem Gehsteig. Das Gummibärchen sprang den beiden in die Arme und hoffte, sofort verspeist zu werden. Doch sie guckten es nur an, verzogen das Gesicht und schmissen es einfach weg. Das Gummibärchen war traurig. Es wollte gerade unter ein Auto rennen, wenn da nicht so ein kleiner blinder Junge gewesen wäre. Er nahm es, roch daran und aß es. Dieses hässliche Gummibärchen schmeckte ihm vorzüglich.

Und die Moral von der Geschichte: Beurteile niemanden nach dem Aussehen, sondern nach dem Geschmack.
6. Klasse

Das schwarze Gummibärchen
Das schwarze Gummibärchen wurde immer ausgeschlossen und das nur wegen seiner schwarzen Farbe. Die anderen Bären waren alle bunt. Sie spielten im Hof Ball. Das schwarze Bärchen saß traurig in einer Ecke. Plötzlich hatte es eine Idee : “Ich mal mich an!” Nach einer Zeit kam es wieder in den Hof und sagte: “Jetzt bin ich wie ihr!” Das rote Gummibärchen sagte: “Komm in unsere Mannschaft!” Sie spielten und spielten und alle merkten, dass das früher schwarze Gummibärchen sehr, sehr nett sein konnte. Doch dann fing es an zu regnen nd das Schwarz kam wieder zum Vorschein. Doch jetzt sagte das grüne Gummibärchen: Keine Angst, bleib bei uns, denn wir wissen jetzt, dass du sehr nett bist!”
5. Klasse

 

Gummibärchen im Glück

ein kleiner roter Gummibär
den mochte keiner mehr

er war nun ganz allein
aber das wollte er nicht sein

er ging durch die Gassen
allein und verlassen

dort traf er einen gelben
die gab es damals selten

er ging mit ihm weiter
bis zu einer Leiter

auf diese stiegen sie rauf
und ließen den Gedanken freien Lauf

plötzlich sahen sie ‘ ne Tüte
die ganz seltsam glühte

dort drin waren viele Bärchen
wie in einem Märchen

sie lebten glücklich und heiter
ihr Gummibärchen-Leben weiter

Gummibärchen1

Bekannte Gedichte einmal anders

Der weite Gesichtskreis
Der Gummibär
kroch mit großem Schnaufen
bedächtig auf den Maulwurfshaufen.
Und sah sich um.
von Stolz geschwellt:
“Wie groß ist doch die weite Welt!”

 

Lehm - Gedicht
Ein Holländergummibär
ein Afrikagummibär
ein Chinesengummibär
drücken beim Spielen
die Hände in Lehm.
Nun geh hin und sag:
Welche Hand ist von
welchem Gummibär.

Ein grausames Leben

Es war einmal an einem grauen Morgen in einer Gummibärchenfabrik. Es wurden zahlreiche Gummibärchen in dieser Fabrik geboren, aber fast kein Gummibärchen konnte darüber fröhlich sein geboren zu werden. Zum Beispiel werden sie in einem Auto im Sommer liegen gelassen und schmelzen in der Sonne vor sich hin, oder eine Tüte wird aufgemacht, vergessen und die Gummibärchen werden steinhart. Aber das mit Abstand Schlimmste ist, wenn sie in die Werbebranche kommen und denken, sie werden jetzt Filmstars, dann kommt auf einem T.G., frisst sie auf und sagt: “Sie hatten eine faire Chance!”

Ich erzähle nun von dem tragischen Lebenslauf von einem dieser abermillionen Gummibärchen. Er hieß Kalle und war der Anführer in seiner Tüte. Alle in seiner Tüte hatten schreckliche Angst vor einer dieser Hinrichtungen (siehe oben), außer Kalle und seinem besten Freund Sven. Sie hatten im Gefühl, dass sie alle irgendwie davon kommen würden und sie nicht wie fast alle Gummibärchen gequält oder hingerichtet werden würden. Im Supermarkt angekommen, kam alles ganz anders. Sie kamen mit nur ganz wenigen anderen Tüten zusammen und in manchen dieser Tüten waren auch Gummischlangen o.ä. drinnen. Da waren sie froh, dass sie nicht mit denen in einer Tüte sein mussten sondern nur mit Gummibärchen. Am nächsten Tag wurden die Tüten von einem Mitarbeiter des Supermarktes auf Häkchen aufgehängt. Gott sei Dank wurden sie sehr weit hinten aufgehängt und konnten nicht so schnell gekauft werden.

Doch nach ein paar Stunden war es dann doch so weit. Ein Mann mit weißem Bart, einem komisch geformtem Hut und einer Jeans kaufte die Tüte mit Kalle, Sven und all den anderen. Er sagte zur Verkäuferin: “Diese Gummibärchen haben für mich einen sehr hohen Wert.” Und ging aus dem Geschäft. Sie fuhren mit dem Mann in eine Praxis, dort erfuhren sie, dass er ein Doktor war und zwar ein Gummibärchendoktor. Er machte die Tüte auf, legte sie auf einen Tisch und sagte: “Kommt aus der Tüte, ich weiß, was ihr alles könnt.” Sie wussten nicht, was sie machen sollten, doch als sie dann die anderen Gummibärchen sahen, wie fröhlich diese waren und was sie alles machen konnten, kamen sie auch langsam und vorsichtig heraus. Der Doktor sagte, dass sie sich einer Gruppe anschließen sollten. Es gab mehrere Möglichkeiten: Die Fun-Gruppe ( diese unternahmen jeden Tag, wozu sie gerade Lust hatten) und die Wissenschaftler-Gruppe (sie testeten so ziemlich alles, was sie bekamen) und die Faulenzer-Gruppe (dort wurde den ganzen Tag nur gefaulenzt). Kalle und die anderen aus der Tüte entschieden sich alle zusammen in die Fun-Gruppe zu gehen.

Was sie aber alle nicht ahnten war, dass der Doktor einen furchtbaren Plan hatte: Er wollte einen Gummibärchenzoo aufmachen und hielt das für unglaublich schlau. Nach einer Zeit, als ca. 300 Gummibärchen zusammengekommen waren, schloss der Doktor sie in eine Tasche ein und trug sie in eine Halle voll mit Gehegen, auf denen Nummern standen wie 10, 4 oder 5. Einige Gehege waren eingerichtet wie Labors, andere waren geeignet für Fun-Sportarten und wieder andere zum Faulenzen. Der Doktor verteilte die Gruppen in ihre Gehege.

Nach einiger Zeit bemerkten sie, dass sie in einem Zoo für Gummibärchen gefangen waren. Dieser Zoo war eine riesige Sensation. Tausende von jungen und alten Menschen kamen. Der Doktor verdiente auch sehr viel Geld dabei. Aber irgendwann fühlten sich die Gummibärchen nicht mehr wohl und wollten nicht mehr eingesperrt sein.

Jetzt kam die Zeit von Kalle und die anderen aus der Tüte wussten, warum sie ihn zu ihrem Anführer gewählt hatten. Er plante den Aufstand perfekt! Er rief: “wollt ihr weiter wie Tiere behandelt werden?” “Nein!” “Würdet ihr dafür sogar sterben?” “Ja!” “Also, dann schlaft jetzt und lasst euch morgen nicht wecken, bis die Zuschauer wieder weg sind!”

An dem Tag des Aufstandes schliefen alle Gummibärchen so lange sie konnten. Der Doktor schaffte es nicht, sie zu wecken. Alle Besucher verlangten ihr Geld zurück, weil sie dachten, die Gummibärchen wären tot. Als die Menschen weg waren, redeten die Gummibärchen mit dem Doktor und sie sagten, dass, wenn er sie nicht frei ließe, sie sich zu Tode hungern würden. Doch der Doktor glaubte ihnen nicht.

Aber sie taten es, legten sich in ihre Tüte und regten sich nicht mehr!

Und die Moral von der Geschicht: Experimentiere mit Gummibärchen nicht!
6. Klasse

 

Beispiele, die zeigen, wie unterschiedlich Schülerinnen und Schüler an ein Thema herangehen. Die Beispiele sind aus den Klassen 5 / 6 7, die zeigen, dass auch untere Klassen sehr kreativ schreiben.

Hier zum Thema: Papierkorb

Der Papierkorb

Ich bin ein Korb, gefüllt mit Papier
mein Platz ist neben dem Klavier

Ich schlucke alles, ob Hefte, ob Pappe
ich verschlang auch mal eine Mappe-

Manchmal wollen mich Leute verschmutzen,
dann sag ich, sie sollen die Mülltonne nutzen.

Einen Kaugummi wollte entsorgen Heinrich.
Da sagte ich: “Nein!”, da bin ich kleinlich.

Auch einen Liebesbrief bekam ich heimlich,
oh Gott, oh Gott, das war mir peinlich.

Nun bin ich schon alt,
doch das lässt mich kalt.

Denn letztlich
bin und bleibe ich unersetzlich.
6. Klasse

Der unglückliche Papierkorb

Ich bin der Papierkorb in der Klasse. Jeden Morgen stehe ich einsam unter dem Waschbecken. Manchmal ist auch noch ein anderer Mülleimer da und ein Besen.
Ich bekomme viel Müll: Zerissenes Papier mit Hausaufgaben, Liebesbriefe, Kaugummipapier usw.
Manchmal kriege ich auch Sachen, die mit Papier nichts zu tun haben: Obstschalen, Plastiktüten...
Manche Schüler benutzen mich als Basketballkorb. Fast jeden zweiten Tag kommt die Putzfrau und leert mich aus. Dann fühle ich mich wohler. Am nächsten Morgen wieder dasselbe: Die Schüler stürmen ins Klassenzimmer, ess etwas und schmeißen die Essensreste in mich. Nachmittags bin ich einigermaßen voll, dann kommt ein Schüler und drückt mir mit dem Fuß das Ganze noch tiefer dund mir wird noch schlechter.
So geht es jeden Tag!
6. Klasse

Papierkorb

Platztausch

Irgendwo in einer Stadt in irgendeinem Haus standen zwei Papierkörbe. Ein kleiner Papierkorb und ein großer Papierkorb. Der kleine Papierkorb stand in einem Arbeitszimmer im ersten Stock. Der große Papierkorb stand in der Küche im Erdgeschoss. Der kleine Papierkorb musste jeden zweiten Tag ausgeleert werden. Der große Papierkorb jede Woche nur einmal. Deswegen war der große Papierkorb auf den kleinen Papierkorb eifersüchtig. Eines Nachts machte sich der große Papierkorb auf den Weg ins Arbeitszimmer. Als er oben angekommen war, nahm er den kleinen Papierkorb und stürzte ihn die Treppe runter in die Küche hinein. Schnell stellte der große Papierkorb sich an den Platz ins Arbeitszimmer, damit er öfter ausgeleert wird. Am nächsten Morgen dachten alle, dass der kleine Papierkorb schon immer in der Küche stand und ihn die Katze umgeschmissen hatte. Der große Papierkorb musste genau wie der kleine Papierkorb jetzt jede Woche ausgeleert werden und beide waren glücklich. Denn der große Papierkorb wurde öfter benutzt und kleine nicht mehr so oft.
6. Klasse

 

Beispiele, die zeigen, wie unterschiedlich Schülerinnen und Schüler an ein Thema herangehen.

Hier zum Thema: Ratzefummel

Der Ratzefummel

Als ich dich am ersten Tag
 in meinen Händen hielt,
radierten wir ohne Rast und Ruh
die falschen Striche weg,
fast wie im Nu..

Ich wünschte es wäre damals,
denn damals warst du noch groß und rosett.

Aber schließlich
bist du klein und voller Dreck
Du warst dick, weich und warm
leider sah ich dein Ende schon kommen,
das war mit im Klaren.

Du wurdest durchlöchert, durchbohrt, ja auch gebissen
und manchmal
wurden sogar Teile von dir abgerissen.
Die Zeit ist gekommen, es ist nun zu spät,
jetzt hab ich einen neuen:
in violett!
7. Klasse

 

Ratzefummel

Rizze und Razze

Es war einmal ein Mädchen. Es hatte in seinem Federmäppchen einen Radiergummi. Sie saß neben ihrer Freundin. Auch die hatte einen Radiergummi. Das eine Mädchen hieß Susi und ihr Radiergummi hieß Razze, das andere Mädchen hieß Lisa und ihr Radiergummi hieß Rizze. Rizze hatte sich in Razzerizzerazze verliebt und immer wenn sie nebeneinander auf dem Tisch lagen, rizzerazze, spielten sie miteinander. Sie waren in diesen Stunden in der Schule sehr glücklich. Doch als die Mädchen nach Hause gingen, wurden sie rizzerazze getrennt und sie weinten.

Eines Tages hatte Rizze eine tolle Idee und machte mit Razze aus, dass sie, immer wenn die Mädchen nach Hause gingen, zusammen in ein Federmäppchen hüpften. Und als sprangen sie am nächsten Tag in das Federmäppchen von Susi, da dieses schöner war. Als aber Lisa Zuhause war, vermisste sie ihren Razze und suchte ihn lange.

Am nächsten Tag sagte Susi zu Lisa, dass sie aus Versehen ihren Razze eingepackt hätte. Lisa sagte, dass es nicht so schlimm sei und Susi versprach, dass das nicht mehr vorkommen werde.

Aber Zuhause bemerkte Susi wieder, dass ihr Radiergummi nicht da war. Sie rief stinksauer bei Lisa an. Lisa schaute nach, entdeckte den Radiergummi und entschuldigte sich. Aber Lisa hörte überhaupt nicht zu, sondern beschimpfte sie als Diebin. Da hängte Susi einfach auf.

Am nächsten Tag setzten sie sich an andere Plätze im Klassenzimmer. Jetzt waren Razze und Rizze rizzerazze getrennt. Sie waren todunglücklich und dachten an Selbstmord. Razze hüpfte aus de Federmäppchen und stürzte sich vom Tisch. Er hatte großes Glück und überlebte. Lisa hob ihn auf. Als Rizze das mitbekam, machte sie sich große Sorgen und sprang vom hinteren Tisch zu Razze auf vorderen Tisch.

Als Susi merkte, dass ihr Rizze nicht mehr da war, suchte sie ihn, bis sie ihn auf Lisas Tisch fand. Susi und Lisa schrien sich an. Da sahen sie, dass Rizze und Razze sich auf dem Tisch umarmten. Jetzt war ihnen alles klar. Sie setzten sich wieder nebeneinander und endlich war rizzerazze alles paletti.
9. Klasse

 

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