Warum wurde gerade dieser Begriff zum Wort des Jahres in Deutschland. Es gibt aber auch lustige andere Erklärungen!
Was bedeutet denn tatsächlich das Wort des Jahres!
Wort des Jahres 2000: Schwarzgeldaffäre!
Eine Schwarzgeldaffäre ist, wenn Geld lieber unter dem Tisch arbeitet statt im Büro.
Es war einmal Geld, das keine Steuern zahlen wollte und deshalb im Schatten lebte.
Als Schwarzgeldaffäre wird allgemein die 1999 aufgedeckte illegale Spendenpraxis der CDU bezeichnet.
Eine Schwarzgeldaffäre ist, wenn Geld so geheim ist, dass es nur nachts rauskommt und eine Sonnenbrille trägt.
Wort des Jahres 2001: Der 11. September!
Der Begriff „11. September“ wurde als Wort des Jahres gewählt, weil er die weltweite Betroffenheit über die Anschläge in New York zusammenfasste!
Am 11. September ist noch kein Karneval!
Die Regierung hat am 11. September Neuwahlen ausgerufen!
Am 11. September wurde Deutschland Fußballweltmeister!
Wort des Jahres 2002: Teuro!
Teuro ist die geheime Zweitwährung, die automatisch erscheint, sobald man einkaufen geht.
Teuro bezeichnet das Phänomen, dass man für 20 Euro heute exakt das bekommt, wofür man früher 10 Euro und gute Laune hatte.
Preissteigerungen, die nach Ansicht vieler Bürger unverhältnismäßig hoch waren. nach Einführung des Euros im Vergleich zur D-Mark.
Teuro beschreibt den Moment, in dem der Euro merkt, dass er erwachsen ist und jetzt Miete, Sprit und Käsepreise bestimmen darf.
Wort des Jahres 2003: das alte Europa
Das alte Europa fährt gern mit angezogener Handbremse – aus Sicherheitsgründen.
Das alte Europa ist überzeugt, die Welt erfunden zu haben – und wundert sich nun, dass sie ohne Bedienungsanleitung weiterläuft.
Das alte Europa ist ein Ort, an dem man Innovation vorsichtig genehmigt – nach drei Gipfeltreffen und zwei Kompromissen.
US Verteidigungsminister Rumsfeld grenzte damit Länder wie Frankreich und Deutschland, die den Krieg im Irak ablehnten, von den Befürwortern ab und sah sie als „veraltete“ Nationen an.
Wort des Jahres 2004: Hartz IV
Hartz IV bedeutet, dass der Staat sagt:„Wir helfen dir – aber erst erklären wir dir ganz genau, warum.“
Hartz IV ist der Beweis, dass man mit sehr wenig Geld sehr viel Papierkram haben kann.
Hartz IV ist umgangssprachlich. Damit ist ein Gesetz gemeint, das die finanziellen Ansprüche für Menschen, die längere Zeit arbeitslos sind, regelt.
Hartz IV ist ein staatliches Fitnessprogramm: Man trainiert täglich Geduld, Frustrationstoleranz und das Ausfüllen von Formularen.
Wort des Jahres 2005: Bundeskanzlerin!
Bundeskanzlerin wurde als Wort des Jahres gewählt, weil Angela Merkel die erste Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland ist!
Bundeskanzlerin wurde als Wort des Jahres gewählt, weil die Person, die alle Probleme anhört und dann sagt:„Wir schaffen das“ – ohne genau zu sagen, wann.
Bundeskanzlerin wurde als Wort des Jahres gewählt, weil der Job, bei dem man ständig gefragt wird, warum alles so ist, wie es ist – egal, seit wann.
Bundeskanzlerin wurde als Wort des Jahres gewählt, weil diejenige, die immer erklärt, dass alles kompliziert ist – und damit meistens recht hat.
Wort des Jahres 2006: Fanmeile!
Mit dem Begriff Fanmeile meint man einen Event, bei dem man das Spiel kaum sieht, aber genau weiß, wann man jubeln muss.
Mit dem Begriff werden Bereiche auf öffentlichen Plätzen bezeichnet, die Public Viewing zur Fußball-WM ermöglichen.
Fanmeile bedeutet Fußball schauen unter erschwerten Bedingungen: Regen, Gedränge, Bierdusche.
Die Fanmeile ist ein soziales Experiment darüber, wie schnell Fremde beste Freunde werden: Für 90 Minuten.
Wort des Jahres 2007: Klimakatastrophe!
Klimakatastrophe ist der Moment, in dem der Wetterbericht klingt wie eine Warnmeldung aus einem Katastrophenfilm.
Eine Klimakatastrophe beschreibt die Befürchtung und das Eintreten weltweiter, katastrophaler Folgen durch den menschengemachten Klimawandel,
Klimakatastrophe ist das große Finale einer sehr langen Staffel namens „Ach, wird schon nicht so schlimm“.
Klimakatastrophe ist der Beweis, dass der Planet unsere To-do-Liste sehr lange ignoriert hat.
Wort des Jahres 2008: Finanzkrise!
Finanzkrise ist, wenn Geld plötzlich verschwindet, aber niemand es ausgegeben haben will.
Finanzkrise ist der Moment, in dem selbst Experten sagen:„Damit konnte wirklich niemand rechnen.“
Finanzkrise ist ein globales Ereignis, bei dem jeder schuld ist – außer natürlich denen, die es waren.
Finanzkrise ist eine spezielle Form der Wirtschaftskrise im Finanzsystem, die durch plötzlich sinkende Vermögenswerte und die Zahlungsunfähigkeit zahlreicher Unternehmen gekennzeichnet sind.
Wort des Jahres 2009: Abwrackprämie!
Abwrackprämie ist, wenn der Staat sagt: „Dein Auto ist alt – hier ist Geld, damit du es auch einsiehst.“
Abwrackprämie bedeutet, man bekommt Geld dafür, dass man etwas loswird, das eigentlich noch fährt.
Die Abwrackprämie, ist 2009 eine staatliche Prämie, die in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen gewährt wurde, wenn ein altes Kraftfahrzeug verschrottet und ein Neuwagen zugelassen wurde.
Abwrackprämie ist der Moment, in dem man seinem Auto dankt – und es dann verschrotten lässt.
Wort des Jahres 2010: Wutbürger
Der Begriff Wutbürger steht für einen aus Enttäuschung über bestimmte politische Entscheidungen sehr heftig öffentlich protestierende und demonstrierende Bürger.
Wutbürger sind unsichtbar, aber sofort da, wenn etwas nicht exakt so läuft wie früher.
Wutbürger glauben fest daran, dass früher alles besser war – sogar die Zukunft.
Wutbürger wollen gehört werden, am liebsten ohne jemand anderem zuzuhören.
Wort des Jahres 2011: Stresstest!
Stresstest ist die offizielle Methode, um herauszufinden, was zuerst kaputtgeht – das System oder du.
Stresstest ist ein Wort aus der Medizin und wird verwendet in der Finanz-, Politik- und Gesellschaftskrise (z.B. Banken, Stuttgart 21, Atomkraftwerke) allgegenwärtig. Es geht um die Belastbarkeit verschiedenster Bereiche.
Stresstest ist, wenn man absichtlich alles gleichzeitig macht, um sicherzugehen, dass es eine schlechte Idee war.
Stresstest ist wie jemand, der fragt: „Wie viel Druck hält das aus?“ – und dann draufspringt.
Wort des Jahres 2012: Rettungsroutine
Rettungsroutine ist der Teil des Plans, der beweist, dass man doch mit einem Chaos gerechnet hat.
Rettungsroutine ist der Notfallplan, der genau dann funktioniert, wenn niemand mehr glaubt, dass noch etwas funktioniert.
Das Wort stand für die Mit "Rettungsroutine" meint man die automatisierten Rettungsaktionen für wankende Banken und Staaten, oft mit wenig Begeisterung in der Öffentlichkeit.
Rettungsroutine ist der Notfallplan, der genau dann funktioniert, wenn niemand mehr glaubt, dass noch etwas funktioniert.
Wort des Jahres 2013: GroKo!
GroKo bedeutet, wenn sich zwei Parteien lieben wie Geschwister, die im selben Zimmer wohnen müssen.
In einer GroKo diskutiert man so lange, bis niemand mehr genau weiß, wer eigentlich wofür war.
GroKo ist, wenn man gemeinsam regiert und sich getrennt darüber beschwert.
GroKo“ ist die Abkürzung für die damals neu verhandelbare „Große Koalition“ aus CDU/CSU und SPD und stand für das politische Jahr. sprachlich prägnant zusammenfasste.
Wort des Jahres 2014: Lichtgrenze!
Bei dem Begriff Lichtgrenze“ geht es um die emotionale und symbolische Lichtinstallation zum 25. Jubiläum des Mauerfalls in Berlin zu benennen und an die Teilung und die Wiedervereinigung erinnerte.
Lichtgrenze ist der Punkt, an dem selbst das Licht sagt: „Bis hierhin und nicht weiter.“
Lichtgrenze ist eine Naturkonstante, die eingeführt wurde, um Übermut zu verhindern.
Lichtgrenze ist der Moment, in dem sogar die Mathematik sagt: „Mehr geht nicht.“
Wort des Jahres 2015: Flüchtlinge!
Flüchtlinge sind Menschen, die unfreiwillig sehr weit gereist sind – ohne Urlaubsfotos, aber mit viel Mut.
Flüchtlinge wurde Wort des Jahres, weil es das beherrschende Thema des Jahres in Politik und Gesellschaft widerspiegelt.
Flüchtlinge sind wie Pflanzen, die umgepflanzt wurden – sie brauchen Zeit, Wasser und ein bisschen Sonne.
Flüchtlinge sind der Beweis, dass Menschen stärker sein können als ihre Umstände.
Wort des Jahres 2016: postfaktisch!
Postfaktisch heißt: „Das stimmt zwar nicht, fühlt sich aber richtig an.“
Postfaktisch ist die Kunst, recht zu haben – unabhängig von der Realität.
Sie richtet damit das Augenmerk auf einen tiefgreifenden politischen Wandel. Das Kunstwort postfaktisch, verweist darauf, dass es in politischen und gesellschaftlichen Diskussionen heute zunehmend um Emotionen anstelle von Fakten geht. Immer größere Bevölkerungsschichten sind in ihrem Widerwillen gegen »die da oben« bereit, Tatsachen zu ignorieren und sogar offensichtliche Lügen bereitwillig zu akzeptieren.
Postfaktisch ist, wenn Statistik als persönliche Beleidigung empfunden wird.
Wort des Jahres 2017: Jamaika-Aus
Jamaika-Aus bedeutet politisches Inselhopping – und dann folgt aber ein Schiffbruch.
Jamaika-Aus bedeutet, wenn von Parteien viel Sonne versprochen wird, aber alle politischen Dauerregen bekommen.
Das Jamaika-Aus ist wie Urlaub buchen und dann nur im Flughafen sitzen.
Scheitern der Sondierungsgespräche für eine schwarz-gelb-grüne Koalition (CDU/CSU, FDP, Grüne)
Wort des Jahres 2018: Heißzeit!
Heißzeit bedeutet, sowohl die extremen Sommertemperaturen (mit Anspielung auf "Eiszeit") und die anhaltende Hitze und ihre Folgen.
Mit Heißzeit ist gemeint, dass der Wetterbericht wie eine Warnung klingt.
Früher Eiszeit, heute Heißzeit – evolutionär nennt man das wohl Wetter mit Nebenwirkungen.
Heißzeit ist die Zeit, wenn man schon beim Denken ins Schwitzen kommt.
Wort des Jahres 2019: Respektrente!
Doe Respektrente ist kein Luxus, aber wenigstens ein anerkennendes Nicken vom Staat.
Respektrente beschreibt die politische Debatte über eine Grundrente zur Anerkennung von Lebensleistungen von Menschen mit geringen Rentenansprüchen nach langer Erwerbstätigkeit,
Respektrente bedeutet:: Früher Überstunden, heute Geld.
Von der Respektrente wird man nicht reich – aber würdevoll arm.
Wort des Jahres 2020: Corona-Pandemie
In der Corona-Pandemie wurde „Ich bleib heute zu Hause“ zum gesellschaftlichen Beitrag.
Die Corona-Pandemie war die einzige Zeit, in der Abstand halten ein Zeichen von Respekt war.
Corona-Pandemie ist nach Einschätzung der Bundeskanzlerin ebenso wie vieler Fachleute die schwerste Krise seit dem 2. Weltkrieg.
Während der Corona-Pandemie hatte selbst der Kalender einen Lockdown.
Wort des Jahres 2021: Wellenbrecher!
Wellenbreher steht für alle Maßnahmen (z.B. Kontaktbeschränkungen), die ergriffen wurden, um die vierte Corona-Welle zu brechen und die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.
Der Wellenbrecher sagt den Wellen: „Beruhigt euch, hier ist Wohngebiet.“
Der Wellenbrecher ist wie ein Streitschlichter zwischen Meer und Land.
Der Wellenbrecher macht aus einem dramatischen Auftritt ein sanftes Plätschern.
Wort des Jahres 2022: Zeitenwende!
Zeitenwende bedeutet, wenn alles anders wird, aber keiner genau weiß, wie.
Zeitenwende wurde gewählt, weil Bundeskanzler Olaf Scholz den Begriff nach dem russischen Überfall auf die Ukraine verwendete, um grundlegende Veränderung der internationalen Sicherheitslage zu beschreiben.
Zeitenwende ist, wenn man sagt: „So wie früher geht’s nicht mehr“, und dann lange nachdenkt.
Die Zeitenwende ist der Moment, in dem man merkt: Jetzt wird’s ernst, aber bitte flexibel.
Wort des Jahres 2023: Krisenmodus!
Krisenmodus ist der Moment, in dem man sagt: „Das war so nicht geplant.“
Krisenmodus heißt: Ruhe bewahren, Panik später.
Krisenmodus beschreibt den andauernden Ausnahmezustand durch diverse Krisen (Ukraine-Krieg, Energiekrise, Inflation, Nahostkonflikt).
Dauerhafter Krisenmodus nennt sich heutzutage Alltag 2.0.
Wort des Jahres 2024: Ampel-Aus
Ampel-Aus bedeutet, dass die Ampel beschlossen hat, neutral zu bleiben.“
Ampel-Aus bezieht sich auf das spektakuläre Scheitern der Regierungskoalition, ausgelöst durch den Finanzminister Christian Lindner (FDP), was zu einem „Paukenschlag“ führte.
Ampel-Aus bedeutet eine demokratische Abstimmung und alle Farben sind dagegen.
Ampel-Aus bedeutet, dass die Ampel normalerweise dem gesunden Menschenverstand vertraut.
Wort des Jahres 2025: KI-Ära!
KI-Ära ist der Moment der Geschichte, ab dem niemand mehr selbst schreibt.
KI-Ära ist die Phase, in der man nicht mehr weiß, ob der Kollege echt ist.
Das Wort des Jahres 2025 heißt "KI-Ära", was den tiefgreifenden Wandel durch Künstliche Intelligenz in allen Lebensbereichen symbolisiert.
Die KI-Ära ist, wenn Fehler plötzlich sehr selbstbewusst klingen.